Chlorpromazin ist ein Phenothiazin-Antipsychotikum, das bei Schizophrenie und schweren Verhaltensstörungen eingesetzt wird. Hier finden Sie Richtlinien zur klinischen Anwendung.
Chlorpromazin wirkt als starkes aliphatisches Phenothiazin-Antipsychotikum. Es wirkt hauptsächlich durch die Antagonisierung von Dopamin-D2-Rezeptoren in den mesolimbischen und mesokortikalen Bahnen des Gehirns. Diese pharmakologische Blockade verringert die dopaminerge Neurotransmission und stabilisiert effektiv psychotische Symptome. Über den Dopaminantagonismus hinaus zeigt es eine signifikante Affinität zu alpha-adrenergen, muskarinischen und Histaminrezeptoren. Es ermöglicht die symptomatische Behandlung psychiatrischer Störungen und schwerer Übelkeit.
Allgemeiner Gebrauch
Ärzte verschreiben Chlorpromazin zur Behandlung von Schizophrenie und zur Kontrolle schwerer Übelkeit und Erbrechen. Es dient als Zusatzbehandlung bei Tetanus und akuter intermittierender Porphyrie. Seine beruhigenden Eigenschaften helfen bei der Bewältigung extremer psychomotorischer Unruhe.
Dosierung und Richtung
- Oral mit oder ohne Nahrung verabreichen.
- Die anfänglichen Dosen für Erwachsene bei Schizophrenie liegen typischerweise zwischen 30 mg und 75 mg täglich, verteilt auf mehrere Dosen.
- Titrieren Sie die Dosis schrittweise basierend auf dem klinischen Ansprechen und der Verträglichkeit.
- Tabletten im Ganzen schlucken; Nicht zerdrücken oder kauen.
Vorsichtsmaßnahmen
- Überwachen Sie Patienten auf Anzeichen eines malignen neuroleptischen Syndroms (MNS).
- Untersuchen Sie ältere Patienten auf ein erhöhtes Sterblichkeits- oder Schlaganfallrisiko.
- Vermeiden Sie extreme Temperaturen; Chlorpromazin beeinträchtigt die Thermoregulation.
- Bei Patienten mit Anfallsleiden oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Vorgeschichte ist Vorsicht geboten.
Kontraindikationen
- Bekannte Überempfindlichkeit gegen Phenothiazine.
- Komatische Zustände oder schwere Depression des Zentralnervensystems.
- Knochenmarkdepression.
- Kreislaufkollaps.
Mögliche Nebenwirkung
- Häufig: Schläfrigkeit, Schwindel, Mundtrockenheit, verschwommenes Sehen, verstopfte Nase, Verstopfung.
- Schwerwiegend: Extrapyramidale Symptome, Spätdyskinesie, Gelbsucht, Leukopenie, Agranulozytose, Herzrhythmusstörungen.
Wechselwirkung mit Medikamenten
- ZNS-Depressiva: Verstärkung der sedierenden Wirkung.
- Anticholinergika: Erhöhtes Risiko für Harnverhalt und Delir.
- Antihypertensiva: Synergistische Hypotonie.
- Lithium: Erhöhtes Risiko einer Neurotoxizität.
Verpasste Dosis
Nehmen Sie die vergessene Dosis ein, sobald Sie es bemerken. Lassen Sie die Dosis aus, wenn die nächste geplante Dosis nahe ist. Verdoppeln Sie nicht die Dosis.
Überdosis
Zu den Symptomen gehören schwere Hypotonie, Atemdepression und Herzrhythmusstörungen. Suchen Sie sofort einen Notarzt auf. Magenspülung und symptomatische Unterstützung sind Standardprotokolle.
Lagerung
Bei Raumtemperatur zwischen 20 und 25 °C (68–77 °F) und vor Licht und Feuchtigkeit geschützt lagern. Von Kindern und Haustieren fernhalten.
FAQ
F: Was ist die Hauptindikation für Chlorpromazin?
A: Chlorpromazin ist in erster Linie zur Behandlung von Schizophrenie und zur Behandlung schwerer Übelkeit und Erbrechen indiziert.
F: Ist bei geriatrischen Patienten eine Dosisanpassung von Chlorpromazin erforderlich?
A: Ja, ältere Patienten benötigen aufgrund der erhöhten Empfindlichkeit gegenüber anticholinergen und blutdrucksenkenden Wirkungen niedrigere Anfangsdosen und eine sorgfältige Überwachung.
F: Wie wirkt sich Chlorpromazin auf die Fahrtüchtigkeit aus?
A: Chlorpromazin verursacht erhebliche Schläfrigkeit und beeinträchtigt die motorische Koordination, wodurch das Fahren oder Bedienen von Maschinen gefährlich wird.
Haftungsausschluss
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