Prochlorperazin ist ein Phenothiazin zur Behandlung schwerer Übelkeit, Erbrechen und Angstzuständen. Klinische Details zu Dosierung, Nebenwirkungen und Anwendung.
Prochlorperazin fungiert als Dopamin-D2-Rezeptor-Antagonist. Es gehört zur Phenothiazin-Klasse der Antipsychotika. Ärzte verschreiben dieses Medikament zur Kontrolle schwerer Übelkeit und Erbrechen. Es dient auch als Hilfsmittel bei der Behandlung generalisierter Angststörungen. Durch die Blockierung dopaminerger Rezeptoren in der Chemorezeptor-Triggerzone werden Brechsignale gehemmt. Das Medikament weist starke antiemetische und antipsychotische Eigenschaften durch direkte Modulation des Zentralnervensystems auf.
Allgemeiner Gebrauch
Prochlorperazin lindert schwere Übelkeit und Erbrechen, die aus verschiedenen klinischen Zuständen resultieren. Es wirkt auf die Triggerzone des Chemorezeptors, um das Erbrechen zu unterdrücken. Ärzte nutzen das Medikament auch zur Behandlung von Schizophrenie und zur kurzfristigen Behandlung generalisierter Angstzustände.
Dosierung und Richtung
- Bei Übelkeit und Erbrechen: Drei- bis viermal täglich 5 mg bis 10 mg oral einnehmen.
- Bei Angstzuständen: Nehmen Sie dreimal täglich 5 mg oral ein.
- Tabletten im Ganzen schlucken. Nicht zerdrücken oder kauen.
- Sorgen Sie während der Therapie für eine gleichmäßige Flüssigkeitszufuhr.
Vorsichtsmaßnahmen
- Überwachen Sie Patienten auf extrapyramidale Symptome, einschließlich Dystonie oder Parkinsonismus.
- Bei geriatrischen Patienten ist Vorsicht geboten, da das Risiko für Stürze und orthostatische Hypotonie erhöht ist.
- Untersuchen Sie Patienten auf ein malignes neuroleptisches Syndrom.
- Eine Leber- oder Nierenfunktionsstörung erfordert Dosisanpassungen.
Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegen Prochlorperazin oder andere Phenothiazine.
- Komazustände oder Depression des Zentralnervensystems.
- Pädiatrische Patienten unter zwei Jahren oder mit einem Gewicht von weniger als 20 Pfund.
- Knochenmarkdepression.
Mögliche Nebenwirkung
- Häufig: Schläfrigkeit, Schwindel, verschwommenes Sehen, Verstopfung und Mundtrockenheit.
- Schwerwiegend: Spätdyskinesie, Blutdyskrasien, Herzrhythmusstörungen und Krampfanfälle.
Wechselwirkung mit Medikamenten
- ZNS-Depressiva: Verstärken die Wirkung von Alkohol, Beruhigungsmitteln und Opioiden.
- Anticholinergika: Erhöht das Risiko von Harnverhalt und kognitiven Beeinträchtigungen.
- Antihypertensiva: Verstärkt die blutdrucksenkende Wirkung.
- Lithium: Kann das Neurotoxizitätsrisiko erhöhen.
Verpasste Dosis
Nehmen Sie die Dosis ein, sobald Sie es bemerken. Wenn die nächste geplante Dosis nahe ist, lassen Sie die vergessene Dosis aus. Verdoppeln Sie nicht die Dosis.
Überdosis
Zu den Symptomen gehören schwere ZNS-Depression, Hypotonie und extrapyramidale Reaktionen. Bei Verdacht auf eine Überdosierung sofort einen Notarzt aufsuchen.
Lagerung
Bei Raumtemperatur zwischen 20 und 25 °C (68–77 °F) und vor Licht und Feuchtigkeit geschützt lagern. Von Kindern und Haustieren fernhalten.
FAQ
F: Behandelt Compazine (Prochlorperazin) Reisekrankheit?
A: Compazin (Prochlorperazin) ist im Vergleich zu Antihistaminika wie Meclizin nicht die Erstbehandlung bei Reisekrankheit.
F: Kann Compazine (Prochlorperazin) Schläfrigkeit verursachen?
A: Ja, Compazine (Prochlorperazin) verursacht häufig Sedierung und Schläfrigkeit als primäre Nebenwirkung.
F: Sollte Compazine (Prochlorperazin) zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen werden?
A: Die Einnahme von Compazin (Prochlorperazin) zusammen mit Nahrungsmitteln oder Milch kann das Auftreten von Magen-Darm-Beschwerden verringern.
Haftungsausschluss
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