Klinischer Überblick über Levocetirizin bei allergischer Rhinitis und Urtikaria. Detaillierte Informationen zu Dosierung, Vorsichtsmaßnahmen und Wechselwirkungen.
Levocetirizin ist das R-Enantiomer von Cetirizin. Es fungiert als wirksamer, nicht sedierender Histamin-H1-Rezeptor-Antagonist der dritten Generation. Das Medikament hemmt die Bindung von Histamin an H1-Rezeptoren auf Effektorzellen. Diese Aktion verhindert die allergische Entzündungskaskade. Es reduziert die Gefäßpermeabilität und schränkt die Migration von Eosinophilen in das Hautgewebe ein. Levocetirizin weist eine hohe Rezeptoraffinität und einen schnellen Wirkungseintritt auf. Es bietet rund um die Uhr symptomatische Linderung bei verschiedenen allergischen Überempfindlichkeiten.
Allgemeiner Gebrauch
Levocetirizin behandelt saisonale und ganzjährige allergische Rhinitis. Es behandelt auch chronische idiopathische Urtikaria. Durch die selektive Antagonisierung peripherer H1-Rezeptoren werden Symptome wie Niesen, Rhinorrhoe, Nasenjucken und Augenreizungen gelindert.
Dosierung und Richtung
- Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren: 5 mg oral einmal täglich.
- Kinder von 6 bis 11 Jahren: 2,5 mg oral einmal täglich.
- Mit oder ohne Nahrung verabreichen.
- Abends einnehmen, um eine mögliche Restsedierung zu minimieren.
Vorsichtsmaßnahmen
- Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion benötigen eine Dosisanpassung basierend auf der Kreatinin-Clearance.
- Bei Patienten mit Prostatahyperplasie oder Rückenmarksläsionen besteht das Risiko einer Harnverhaltung.
- Vermeiden Sie die gleichzeitige Einnahme von ZNS-Depressiva oder Alkohol.
Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegen Levocetirizin, Cetirizin oder Hydroxyzin.
- Nierenerkrankung im Endstadium (CrCl weniger als 10 ml/min).
- Patienten, die sich einer Hämodialyse unterziehen.
- Kinder unter 6 Jahren mit eingeschränkter Nierenfunktion.
Mögliche Nebenwirkung
- Häufig: Schläfrigkeit, Nasopharyngitis, Müdigkeit, Mundtrockenheit.
- Schwerwiegend: Anaphylaxie, Harnverhalt, Hepatitis, Krämpfe.
Wechselwirkung mit Medikamenten
- Ritonavir: Kann die Plasmakonzentrationen von Levocetirizin erhöhen.
- ZNS-Depressiva: Kann die sedierende Wirkung verstärken.
- Theophyllin: Kann die Clearance von Levocetirizin verringern.
Verpasste Dosis
Nehmen Sie die vergessene Dosis ein, sobald Sie es bemerken. Überspringen Sie die Dosis, wenn der nächste geplante Zeitpunkt naht. Verdoppeln Sie nicht die Dosis.
Überdosis
Zu den Symptomen einer Überdosierung gehören Schläfrigkeit, Unruhe und Unruhe. Suchen Sie sofort einen Notarzt auf. Möglicherweise ist eine Magenspülung erforderlich.
Lagerung
Bei Raumtemperatur zwischen 20 und 25 °C (68–77 °F) und vor Licht und Feuchtigkeit geschützt lagern. Von Kindern und Haustieren fernhalten.
FAQ
F: Wie schneidet Levocetirizin im Vergleich zu älteren Antihistaminika ab?
A: Levocetirizin ist ein nicht sedierendes Antihistaminikum der dritten Generation mit höherer Rezeptoraffinität und geringerer anticholinerger Wirkung als Wirkstoffe der ersten Generation.
F: Kann ich während der Einnahme von Levocetirizin Alkohol trinken?
A: Vermeiden Sie den Konsum von Alkohol, da dieser das Risiko einer ZNS-Depression erhöhen und die Aufmerksamkeit während der Levocetirizin-Therapie beeinträchtigen kann.
F: Ist bei älteren Patienten eine Dosisanpassung von Levocetirizin erforderlich?
A: Ärzte müssen die Nierenfunktion bei älteren Patienten beurteilen, da ein altersbedingter Rückgang der Kreatinin-Clearance häufig eine Dosisreduktion von Levocetirizin erforderlich macht.
Haftungsausschluss
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