Phenergan (Promethazin) ist ein Antihistaminikum zur Behandlung von Allergiesymptomen, Reisekrankheit und Übelkeit. Erfahren Sie mehr über Dosierung, Nebenwirkungen und Risiken.
Phenergan enthält Promethazin, einen H1-Rezeptor-Antagonisten der ersten Generation aus der Klasse der Phenothiazine. Es funktioniert, indem es H1-Rezeptoren auf Effektorzellen kompetitiv blockiert und so die physiologischen Wirkungen von Histamin wirksam hemmt. Über seine antihistaminischen Eigenschaften hinaus übt das Medikament erhebliche anticholinerge, beruhigende und antiemetische Wirkungen aus. Es moduliert die Signalübertragung im Zentralnervensystem, um Übelkeit und Erbrechen zu reduzieren und gleichzeitig eine klinische Sedierung herbeizuführen.
Allgemeiner Gebrauch
Phenergan behandelt Symptome von allergischer Rhinitis, Konjunktivitis und Urtikaria. Es bietet eine symptomatische Linderung bei allergischen Reaktionen, die gegen nicht sedierende Antihistaminika resistent sind. Das Medikament dient als Antiemetikum bei Reisekrankheit und postoperativer Übelkeit.
Das Medikament passiert die Blut-Hirn-Schranke. Dies führt zu einer Depression des Zentralnervensystems. Die klinische Anwendung umfasst die präoperative Sedierung und die Behandlung von Juckreiz.
Dosierung und Richtung
- Allergie: 6,25 bis 12,5 mg dreimal täglich oder 25 mg vor dem Schlafengehen.
- Reisekrankheit: 25 mg 30 bis 60 Minuten vor der Reise eingenommen; Bei Bedarf nach 8 bis 12 Stunden wiederholen.
- Übelkeit/Erbrechen: 12,5 bis 25 mg alle 4 bis 6 Stunden nach Bedarf.
- Mit Nahrung oder Milch verabreichen, um Magenreizungen zu minimieren.
Vorsichtsmaßnahmen
- Überwachen Sie die Atemfunktion bei Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung oder Schlafapnoe.
- Bei Patienten mit Engwinkelglaukom oder Prostatahypertrophie ist aufgrund der anticholinergen Wirkung Vorsicht geboten.
- Vermeiden Sie die Bedienung schwerer Maschinen, da es zu psychomotorischen Beeinträchtigungen kommen kann.
- Bei starker Lichtempfindlichkeit sind Schutzkleidung und Sonnenschutzmittel erforderlich.
Kontraindikationen
- Pädiatrische Patienten unter zwei Jahren.
- Komatische Zustände.
- Vorgeschichte einer eigenwilligen Reaktion auf Phenothiazine.
- Asthmaanfälle oder schwere Atemdepression.
Mögliche Nebenwirkung
Häufige Auswirkungen:
- Schläfrigkeit und Sedierung.
- Trockener Mund und verschwommenes Sehen.
- Harnverhalt oder Verstopfung.
Schwerwiegende Auswirkungen:
- Extrapyramidale Symptome einschließlich Zittern oder Dystonie.
- Malignes neuroleptisches Syndrom.
- Leukopenie oder Agranulozytose.
Wechselwirkung mit Medikamenten
- ZNS-Depressiva: Verstärken die Wirkung von Opioiden, Alkohol und Beruhigungsmitteln.
- Anticholinergika: Erhöht das Risiko von Harnverhalt und kognitiven Beeinträchtigungen.
- MAO-Hemmer: Verlängert und verstärkt die anticholinerge Wirkung.
Verpasste Dosis
Nehmen Sie die vergessene Dosis sofort ein, sobald Sie sich daran erinnern. Wenn die nächste geplante Dosis nahe ist, lassen Sie die vergessene Dosis weg. Verdoppeln Sie nicht die Dosis.
Überdosis
Zu den Symptomen gehören extreme Sedierung, Krampfanfälle, Tachykardie oder Atemdepression. Suchen Sie sofort einen Arzt auf. Je nach Einnahmezeitpunkt kann eine Aktivkohle- oder Magenspülung erforderlich sein.
Lagerung
Bei Raumtemperatur zwischen 20 und 25 °C (68–77 °F) und vor Licht und Feuchtigkeit geschützt lagern. Von Kindern und Haustieren fernhalten.
FAQ
F: Verursacht Phenergan Schläfrigkeit?
A: Ja, Phenergan ist ein Antihistaminikum der ersten Generation mit einem hohen Sedierungspotenzial.
F: Kann Phenergan für Kinder verwendet werden?
A: Phenergan ist bei Kindern unter zwei Jahren wegen des Risikos einer tödlichen Atemdepression kontraindiziert.
F: Wie lange bleibt Phenergan im System?
A: Phenergan hat eine variable Halbwertszeit von 5 bis 14 Stunden, abhängig von der individuellen Stoffwechselrate.
Haftungsausschluss
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