Asacol (Mesalamin) behandelt leichte bis mittelschwere Colitis ulcerosa. Erfahren Sie mehr über klinische Indikationen, Dosierung und Nebenwirkungen dieses entzündungshemmenden Mittels.
Asacol enthält den Wirkstoff Mesalamin (5-Aminosalicylsäure). Es wirkt als entzündungshemmendes Mittel und ist für die Behandlung leichter bis mittelschwerer aktiver Colitis ulcerosa und die Aufrechterhaltung der Remission geeignet. Mesalamin wirkt lokal in der Schleimhaut des Magen-Darm-Trakts. Sein Hauptmechanismus besteht in der Hemmung der Cyclooxygenase- und Lipoxygenase-Wege, wodurch die Produktion von Prostaglandinen und Leukotrienen in der Dickdarmschleimhaut verringert wird. Dadurch werden lokale Entzündungen unterdrückt.
Allgemeiner Gebrauch
Ärzte verschreiben Asacol für Patienten mit aktiver Colitis ulcerosa, um die Heilung der Schleimhaut einzuleiten. Mesalamin hat eine topische entzündungshemmende Wirkung auf die Darmwand.
Das Medikament bleibt als Erhaltungstherapie wirksam und verhindert Rückfälle bei Patienten mit ruhender Erkrankung. Es reduziert die Häufigkeit und Schwere symptomatischer Schübe.
Dosierung und Richtung
- Tabletten im Ganzen schlucken. Zerdrücken, zerbrechen oder kauen Sie das Medikament nicht.
- Die typische Dosierung für Erwachsene bei aktiver Colitis ulcerosa beträgt 800 mg oral dreimal täglich, also insgesamt 2,4 g pro Tag.
- Patienten sollten das Medikament regelmäßig mit oder ohne Nahrung einnehmen.
- Die Dauer der Therapie hängt vom klinischen Ansprechen und der endoskopischen Beurteilung ab.
Vorsichtsmaßnahmen
- Überwachen Sie regelmäßig die Nierenfunktion, da Mesalamin interstitielle Nephritis verursachen kann.
- Untersuchen Sie Patienten auf Anzeichen eines Mesalamin-induzierten akuten Intoleranzsyndroms, das eine Verschlimmerung einer Kolitis vortäuscht.
- Bei Patienten mit bereits bestehender Leberfunktionsstörung ist Vorsicht geboten.
- Untersuchen Sie pädiatrische Patienten und Patienten mit Pylorusstenose auf mögliche Transitprobleme.
Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegen Mesalamin, Salicylate oder Aminosalicylate.
- Schwere Nierenfunktionsstörung (CrCl weniger als 30 ml/min).
- Schwere Leberfunktionsstörung.
Mögliche Nebenwirkung
Häufige Nebenwirkungen:
- Kopf- und Bauchschmerzen.
- Blähungen, Aufstoßen und Nasopharyngitis.
- Übelkeit, Durchfall und Dyspepsie.
Schwerwiegende Nebenwirkungen:
- Nierenversagen und interstitielle Nephritis.
- Pankreatitis und Perikarditis.
- Blutdyskrasien und Hepatotoxizität.
Wechselwirkung mit Medikamenten
- NSAIDs: Erhöhtes Risiko einer Nierenfunktionsstörung.
- Azathioprin oder 6-Mercaptopurin: Mögliche Erhöhung des Myelosuppressionsrisikos.
- Lactulose oder andere pH-senkende Mittel: Kann die Freisetzung von Mesalamin aus pH-abhängigen Beschichtungen beeinträchtigen.
Verpasste Dosis
Nehmen Sie die vergessene Dosis ein, sobald Sie es bemerken. Wenn die nächste geplante Dosis nahe ist, lassen Sie die vergessene Dosis aus. Verdoppeln Sie zum Ausgleich nicht die Dosis.
Überdosis
Zu den Symptomen gehören Salicylat-Toxizität wie Tinnitus, Hyperventilation und metabolische Azidose. Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn die Einnahme die vorgeschriebenen Grenzwerte überschreitet.
Lagerung
Bei Raumtemperatur zwischen 20 und 25 °C (68–77 °F) und vor Licht und Feuchtigkeit geschützt lagern. Von Kindern und Haustieren fernhalten.
FAQ
F: Wie funktioniert Asacol?
A: Asacol verwendet eine pH-abhängige Beschichtung, um Mesalamin lokal im Dickdarm freizusetzen und so Schleimhautentzündungen zu reduzieren.
F: Kann ich Asacol-Tabletten zerkleinern?
A: Nein. Durch das Zerkleinern der Tabletten wird die für die ortsspezifische Abgabe erforderliche Beschichtung zerstört, wodurch das Medikament unwirksam wird.
F: Wird Asacol bei Morbus Crohn angewendet?
A: Asacol ist von der FDA speziell für Colitis ulcerosa zugelassen und nicht für die Behandlung von Morbus Crohn indiziert.
Haftungsausschluss
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