Terramycin (Oxytetracyclin) ist ein Breitbandantibiotikum. Hier finden Sie klinische Informationen zu Dosierung, Vorsichtsmaßnahmen und Kontraindikationen.
Terramycin, das den Wirkstoff Oxytetracyclin enthält, ist ein Breitband-Tetracyclin-Antibiotikum. Es hemmt die bakterielle Proteinsynthese, indem es an die ribosomale 30S-Untereinheit anfälliger Mikroorganismen bindet. Diese bakteriostatische Wirkung verhindert das Bakterienwachstum. Es behandelt verschiedene Infektionen, die durch grampositive und gramnegative Bakterien verursacht werden, darunter Rickettsien, Mykoplasmen und Chlamydienarten. Oxytetracyclin bleibt gegen zahlreiche Krankheitserreger wirksam, die gegen andere gängige Antibiotika resistent sind.
Allgemeiner Gebrauch
Ärzte verschreiben Oxytetracyclin zur Behandlung von Atemwegsinfektionen, Hautinfektionen, Augeninfektionen und bestimmten systemischen bakteriellen Erkrankungen. Es bekämpft effektiv intrazelluläre Krankheitserreger. Sein klinischer Nutzen beruht auf seiner Fähigkeit, die bakterielle Zellreproduktion zu stören und es dem Immunsystem des Wirts zu ermöglichen, die verbleibende Infektion zu beseitigen.
Dosierung und Richtung
- Verabreichen Sie die Dosis auf nüchternen Magen, mindestens 1 Stunde vor oder 2 Stunden nach den Mahlzeiten.
- Mit einem vollen Glas Wasser verzehren.
- Bleiben Sie nach der Einnahme 30 Minuten lang aufrecht, um Reizungen der Speiseröhre zu vermeiden.
- Die Standarddosis für Erwachsene liegt typischerweise zwischen 250 mg und 500 mg alle 6 Stunden, je nach Schwere der Infektion.
Vorsichtsmaßnahmen
- Überwachen Sie die Nieren- und Leberfunktion während der Langzeittherapie.
- Vermeiden Sie längere Sonneneinstrahlung; Tetracycline induzieren Lichtempfindlichkeit.
- Beenden Sie die Anwendung, wenn Symptome einer intrakraniellen Hypertonie auftreten.
- Bei Patienten mit Myasthenia gravis oder systemischem Lupus erythematodes ist Vorsicht geboten.
Kontraindikationen
- Bekannte Überempfindlichkeit gegen Tetracycline.
- Schwangerschaft und Stillzeit.
- Kinder unter 8 Jahren aufgrund dauerhafter Zahnverfärbung und Hemmung des Knochenwachstums.
- Schwere Nieren- oder Leberfunktionsstörung.
Mögliche Nebenwirkung
Häufige Auswirkungen:
- Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.
- Lichtempfindlichkeitsreaktionen.
- Ulzeration der Speiseröhre.
Schwerwiegende Auswirkungen:
- Hepatotoxizität oder Nephrotoxizität.
- Pseudomembranöse Kolitis.
- Intrakranielle Hypertonie.
Wechselwirkung mit Medikamenten
- Antazida und Nahrungsergänzungsmittel, die Kalzium, Magnesium, Aluminium oder Eisen enthalten, verringern die Absorption.
- Orale Kontrazeptiva können eine verminderte Wirksamkeit aufweisen.
- Die Wirkung von Warfarin kann sich verstärken und das Blutungsrisiko erhöhen.
- Retinoide erhöhen das Risiko einer intrakraniellen Hypertonie.
Verpasste Dosis
Nehmen Sie die vergessene Dosis ein, sobald Sie es bemerken. Überspringen Sie die Dosis, wenn der nächste geplante Zeitpunkt naht. Verdoppeln Sie nicht die Dosis.
Überdosis
Zu den Symptomen gehören schwere Magen-Darm-Beschwerden oder Anzeichen einer systemischen Toxizität. Suchen Sie sofort einen Notarzt auf, wenn die Einnahme die vorgeschriebenen Mengen überschreitet.
Lagerung
Bei Raumtemperatur zwischen 20 und 25 °C (68–77 °F) und vor Licht und Feuchtigkeit geschützt lagern. Von Kindern und Haustieren fernhalten.
FAQ
F: Wie wirkt Terramycin gegen Bakterien?
A: Terramycin hemmt die bakterielle Proteinsynthese durch Bindung an die ribosomale 30S-Untereinheit und stoppt so effektiv die mikrobielle Replikation.
F: Kann ich Terramycin zusammen mit Milchprodukten einnehmen?
A: Nein, Kalzium in Milchprodukten bindet an Terramycin und verringert dessen Absorption im Magen-Darm-Trakt erheblich.
F: Ist Terramycin bei Virusinfektionen wirksam?
A: Nein, Terramycin ist ein Antibiotikum, das ausschließlich für bakterielle Infektionen bestimmt ist und keine Wirkung gegen virale Krankheitserreger hat.
Haftungsausschluss
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