Dicaris (Levamisole) ist ein Anthelminthikum zur Behandlung von parasitären Wurminfektionen. Erfahren Sie mehr über Dosierung, klinische Indikationen und Sicherheit.
Dicaris enthält den Wirkstoff Levamisol, ein Imidazol-Derivat mit anthelmintischer Wirkung. Es zielt auf Ascaris lumbricoides, den gewöhnlichen Spulwurm, ab, indem es beim Parasiten eine reversible Lähmung auslöst. Levamisol wirkt, indem es das Enzym Succinatdehydrogenase hemmt und so den anaeroben Stoffwechsel des Parasiten stört. Sobald die Helminthen gelähmt sind, verlieren sie ihre Fähigkeit, ihre Position im Darmtrakt des Wirts aufrechtzuerhalten, und werden anschließend durch normale peristaltische Bewegung ausgestoßen.
Allgemeiner Gebrauch
Ärzte verschreiben Dicaris zur Behandlung von Askariasis, einer durch Ascaris lumbricoides verursachten Infektion. Das Medikament wirkt als Nikotinagonist und verursacht eine schnelle, spastische Lähmung der Würmer.
Über seine anthelmintischen Eigenschaften hinaus moduliert Levamisol die Immunantwort. Es wirkt als Immunmodulator und stellt möglicherweise eine geschwächte Immunfunktion wieder her, indem es die Bildung von T-Lymphozyten stimuliert und die phagozytische Aktivität erhöht.
Dosierung und Richtung
- Nehmen Sie das Medikament oral ein, vorzugsweise als Einzeldosis oder nach Anweisung Ihres Arztes.
- Mit Wasser verabreichen.
- Schlucken Sie die Tablette im Ganzen, ohne sie zu zerdrücken oder zu kauen.
- Die typische Dosierung für Erwachsene bei Askariasis beträgt 150 mg als Einzeldosis.
Vorsichtsmaßnahmen
- Überwachen Sie Patienten auf Agranulozytose, eine starke Verringerung der Anzahl weißer Blutkörperchen.
- Führen Sie während einer längeren Therapie regelmäßig ein großes Blutbild (CBC) durch.
- Bei Patienten mit rheumatoider Arthritis oder Leberfunktionsstörung ist Vorsicht geboten.
- Überwachen Sie Patienten sofort nach Beginn der Behandlung auf Anzeichen einer Infektion wie Fieber oder Halsschmerzen.
Kontraindikationen
- Bekannte Überempfindlichkeit gegen Levamisol.
- Schwangerschaft und Stillzeit.
- Vorbestehende hämatologische Erkrankungen, insbesondere Neutropenie oder Agranulozytose.
- Aktive schwere Leber- oder Nierenfunktionsstörung.
Mögliche Nebenwirkung
- Häufig: Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall, Schwindel, Kopfschmerzen.
- Schwerwiegend: Agranulozytose, Leukopenie, Fieber, Hautausschlag, Gelenkschmerzen, Vaskulitis.
Wechselwirkung mit Medikamenten
- Phenytoin: Levamisol kann die Serumkonzentration von Phenytoin erhöhen.
- Antikoagulanzien: Die gleichzeitige Anwendung mit Warfarin kann die Prothrombinzeit verlängern; Überwachen Sie den INR genau.
- Alkohol: Gefahr von Disulfiram-ähnlichen Reaktionen.
Verpasste Dosis
Verabreichen Sie die Dosis, sobald Sie es bemerken. Wenn es fast Zeit für die nächste Dosis ist, lassen Sie die vergessene Dosis aus und fahren Sie mit der regulären Einnahme fort. Verdoppeln Sie nicht die Dosis.
Überdosis
Zu den Symptomen gehören Erbrechen, Bauchkrämpfe, Schwindel, Zittern und Krampfanfälle. Suchen Sie sofort einen Arzt auf oder wenden Sie sich an eine Giftnotrufzentrale.
Lagerung
Bei Raumtemperatur zwischen 20 und 25 °C (68–77 °F) und vor Licht und Feuchtigkeit geschützt lagern. Von Kindern und Haustieren fernhalten.
FAQ
F: Wie behandelt Dicaris Spulwurminfektionen?
A: Dicaris löst bei Ascaris lumbricoides eine spastische Lähmung aus, wodurch die Würmer gezwungen werden, sich von der Darmwand zu lösen und auszustoßen.
F: Kann ich während der Einnahme von Dicaris Alkohol konsumieren?
A: Vermeiden Sie den Alkoholkonsum während der Behandlung mit Dicaris, um disulfiramähnlichen Reaktionen und Magen-Darm-Beschwerden vorzubeugen.
F: Erfordert Dicaris eine Blutüberwachung?
A: Ja, zur Überwachung auf Agranulozytose, eine mögliche Nebenwirkung der Dicaris-Therapie, sind regelmäßige große Blutbilder erforderlich.
Haftungsausschluss
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