Femilon ist ein kombiniertes orales Kontrazeptivum, das Ethinylestradiol und Desogestrel enthält. Erfahren Sie mehr über Indikationen, Nebenwirkungen und klinische Anwendung.
Femilon fungiert als kombinierte orale Kontrazeptivumspille. Es enthält zwei aktive synthetische Hormone: Ethinylestradiol (ein Östrogen) und Desogestrel (ein Gestagen). Die Formulierung hemmt den Eisprung durch negative Rückkopplung auf die Hypothalamus-Hypophysen-Eierstock-Achse. Es verändert die Konsistenz des Zervixschleims, um die Spermienmigration zu behindern, und verändert die Gebärmutterschleimhaut, um eine Einnistung zu verhindern. Dieses Medikament bietet eine zuverlässige Empfängnisverhütung, wenn es konsequent nach dem festgelegten 21-Tage-Regime eingenommen wird.
Allgemeiner Gebrauch
Ärzte verschreiben Femilon zur Schwangerschaftsverhütung. Die Kombination von Ethinylestradiol und Desogestrel unterdrückt die Freisetzung des Gonadotropin-Releasing-Hormons und hemmt dadurch den Anstieg des luteinisierenden Hormons und des follikelstimulierenden Hormons in der Zyklusmitte.
Über die Empfängnisverhütung hinaus reguliert dieses Medikament den Menstruationszyklus. Es reduziert Dysmenorrhoe und verringert das Volumen des Menstruationsblutverlusts bei Patientinnen mit Ovulationszyklen.
Dosierung und Richtung
- Nehmen Sie an 21 aufeinanderfolgenden Tagen täglich eine Tablette zur gleichen Zeit ein.
- Befolgen Sie die durch Pfeile auf der Blisterpackung angegebene Tablettenreihenfolge.
- Halten Sie nach der 21. Dosis ein 7-tägiges pillenfreies Intervall ein, in dem es typischerweise zu Entzugsblutungen kommt.
- Beginnen Sie am 8. Tag nach Abschluss der vorherigen Packung mit einer neuen Packung.
- Schlucken Sie die Tabletten unzerkaut mit Wasser, unabhängig von der Nahrungsaufnahme.
Vorsichtsmaßnahmen
- Überwachen Sie während der Therapie regelmäßig den Blutdruck.
- Untersuchen Sie die Patienten auf thromboembolische Erkrankungen in der Vorgeschichte.
- Bei Patienten mit Migräne, Diabetes mellitus oder Bluthochdruck ist Vorsicht geboten.
- Beenden Sie die Anwendung, wenn Gelbsucht oder Sehstörungen auftreten.
- Rauchen erhöht das Risiko schwerer Herz-Kreislauf-Erkrankungen, insbesondere bei Frauen über 35.
Kontraindikationen
- Bekannte Überempfindlichkeit gegen Ethinylestradiol oder Desogestrel.
- Vorgeschichte einer tiefen Venenthrombose oder Lungenembolie.
- Vorliegen von östrogenabhängigen Tumoren oder Brustkrebs.
- Nicht diagnostizierte abnormale Uterusblutung.
- Aktive Lebererkrankung oder eingeschränkte Leberfunktion.
- Schwangerschaft oder Verdacht auf Schwangerschaft.
Mögliche Nebenwirkung
- Häufig: Übelkeit, Bauchschmerzen, Brustspannen, Gewichtsschwankungen und Kopfschmerzen.
- Schwerwiegend: Thromboembolie, Myokardinfarkt, Schlaganfall, Bluthochdruck und Gallenblasenerkrankung.
Wechselwirkung mit Medikamenten
- Antikonvulsiva: Carbamazepin, Phenytoin und Topiramat induzieren Leberenzyme und verringern so die Wirksamkeit der Empfängnisverhütung.
- Antibiotika: Rifampin reduziert die Plasmakonzentrationen von Östrogen und Gestagen erheblich.
- Johanniskraut: Induziert Cytochrom-P450-Enzyme, wodurch das Risiko von Durchbruchblutungen und Versagen der Empfängnisverhütung besteht.
Verpasste Dosis
Nehmen Sie die vergessene Tablette so schnell wie möglich ein, auch wenn dafür zwei Tabletten an einem Tag erforderlich sind. Nehmen Sie danach den regulären Zeitplan wieder auf. Wenn die Verzögerung länger als 12 Stunden dauert, sollten Sie an 7 aufeinanderfolgenden Tagen eine zusätzliche Barriere-Verhütungsmethode anwenden.
Überdosis
Zu den Symptomen gehören Übelkeit, Erbrechen oder Entzugsblutungen. Möglicherweise ist eine sofortige Magenspülung oder die Verabreichung von Aktivkohle erforderlich. Auf symptomatische Hypotonie oder Flüssigkeitsretention achten.
Lagerung
Bei Raumtemperatur zwischen 20 und 25 °C (68–77 °F) und vor Licht und Feuchtigkeit geschützt lagern. Von Kindern und Haustieren fernhalten.
FAQ
F: Wie verhindert Femilon eine Schwangerschaft?
A: Femilon hemmt den Eisprung, indem es die Gonadotropinfreisetzung unterdrückt und den Zervixschleim verdickt, um Spermien zu blockieren.
F: Schützt Femilon vor sexuell übertragbaren Infektionen?
A: Nein, Femilon bietet keinen Schutz vor HIV oder anderen sexuell übertragbaren Infektionen.
F: Was soll ich tun, wenn ich nach der Einnahme von Femilon erbreche?
A: Wenn innerhalb von drei Stunden nach der Einnahme Erbrechen auftritt, nehmen Sie sofort eine weitere Tablette ein, um eine ausreichende Hormonaufnahme sicherzustellen.
Haftungsausschluss
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