Azor kombiniert Olmesartan und Amlodipin zur Behandlung von Bluthochdruck. Erfahren Sie mehr über Dosierung, klinische Indikationen und Kontraindikationen.
Azor ist ein Kombinationsmedikament mit fester Dosis, das Olmesartanmedoxomil und Amlodipinbesylat enthält. Olmesartan wirkt als Angiotensin-II-Rezeptorblocker (ARB) und hemmt die vasokonstriktorische Wirkung von Angiotensin II auf die glatte Gefäßmuskulatur. Amlodipin, ein Dihydropyridin-Kalziumkanalblocker (CCB), hemmt den transmembranären Einstrom von Kalziumionen in die glatte Gefäßmuskulatur und den Herzmuskel. Dieser synergistische Doppelwirkungsmechanismus reduziert effektiv den systemischen Gefäßwiderstand und den Blutdruck.
Allgemeiner Gebrauch
Ärzte verschreiben Azor zur Behandlung von Bluthochdruck. Es dient entweder als Ersttherapie bei Patienten, die wahrscheinlich mehrere Wirkstoffe benötigen, oder als Zusatztherapie bei Patienten, die mit einer Monotherapie nur unzureichend kontrolliert werden können. Das Medikament erhält die hämodynamische Stabilität durch die doppelte Hemmung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems und die kalziumvermittelte Gefäßkontraktion aufrecht.
Dosierung und Richtung
- Einmal täglich oral verabreichen.
- Mit oder ohne Essen einnehmen.
- Die typische Anfangsdosis beträgt 5/20 mg täglich.
- Titrieren Sie die Dosis basierend auf der klinischen Blutdruckreaktion, typischerweise in Abständen von zwei Wochen.
Vorsichtsmaßnahmen
- Überwachen Sie die Nierenfunktion regelmäßig bei Patienten mit vorbestehender Nierenfunktionsstörung.
- Beurteilen Sie den Volumenstatus vor Beginn bei Patienten mit Salzmangel oder Volumenmangel.
- Achten Sie auf symptomatische Hypotonie, insbesondere bei Patienten mit schwerer Aortenstenose oder Herzinsuffizienz.
Kontraindikationen
- Bekannte Überempfindlichkeit gegen Olmesartan oder Amlodipin.
- Gleichzeitige Anwendung mit Aliskiren bei Patienten mit Diabetes mellitus.
- Anurie.
Mögliche Nebenwirkung
- Häufig: Periphere Ödeme, Schwindel, Kopfschmerzen, Müdigkeit.
- Schwerwiegend: Hypotonie, Hyperkaliämie, Nierenfunktionsstörung, Angioödem.
Wechselwirkung mit Medikamenten
- Kaliumsparende Diuretika/Nahrungsergänzungsmittel: Erhöhtes Risiko einer Hyperkaliämie.
- NSAIDs: Reduzierte blutdrucksenkende Wirksamkeit und Potenzial für eine Verschlechterung der Nierenfunktion.
- CYP3A4-Inhibitoren: Kann die Plasmakonzentration von Amlodipin erhöhen.
- Lithium: Erhöhte Serum-Lithiumspiegel und potenzielle Toxizität.
Verpasste Dosis
Nehmen Sie die Dosis ein, sobald Sie es bemerken. Überspringen Sie die vergessene Dosis, wenn die nächste geplante Dosis nahe ist. Verdoppeln Sie nicht die Dosis.
Überdosis
Zu den Symptomen gehören schwere Hypotonie, periphere Vasodilatation und Reflextachykardie. Suchen Sie sofort einen Notarzt auf. Bei kürzlich erfolgter Einnahme kann eine Magenspülung und Aktivkohle in Betracht gezogen werden.
Lagerung
Bei Raumtemperatur zwischen 20 und 25 °C (68–77 °F) und vor Licht und Feuchtigkeit geschützt lagern. Von Kindern und Haustieren fernhalten.
FAQ
F: Wie senkt Azor den Blutdruck?
A: Azor blockiert gleichzeitig Angiotensin-II-Rezeptoren und Kalziumkanäle, um die Gefäßerweiterung zu fördern und den systemischen Gefäßwiderstand zu senken.
F: Kann Azor während der Schwangerschaft eingenommen werden?
A: Azor ist während der Schwangerschaft kontraindiziert, da durch die Olmesartan-Komponente das Risiko fetaler Morbidität und Mortalität besteht.
F: Ist es notwendig, den Kaliumspiegel während der Einnahme von Azor zu überwachen?
A: Ja, eine regelmäßige Überwachung des Serumkaliums ist erforderlich, insbesondere bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder solchen, die Kaliumpräparate einnehmen.
Haftungsausschluss
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