Nebivolol ist ein kardioselektiver Beta-1-Rezeptorblocker zur Behandlung von Bluthochdruck. Hier finden Sie klinische Dosierungs- und Sicherheitsdaten.
Nebivolol fungiert als hochselektiver Beta-1-Rezeptor-Antagonist. Es induziert eine Vasodilatation, indem es den L-Arginin/Stickoxid-Weg im Endothel moduliert. Ärzte verschreiben dieses Medikament hauptsächlich zur Behandlung der essentiellen Hypertonie. Nebivolol senkt den peripheren Gefäßwiderstand und erhält gleichzeitig die Herzleistung. Es zeigt eine hohe Affinität zu Beta-1-Rezeptoren gegenüber Beta-2-Rezeptoren und minimiert so das bronchospastische Potenzial im Vergleich zu nicht-selektiven Betablockern.
Allgemeiner Gebrauch
Nebivolol lindert essentiellen Bluthochdruck. Es senkt den systemischen Blutdruck durch zwei Mechanismen: selektive Beta-1-Rezeptorblockade und Stickoxid-vermittelte Vasodilatation. Durch die Senkung der Herzfrequenz und der Myokardkontraktilität verringert das Medikament die Herzbelastung und verbessert die arterielle Compliance.
Dosierung und Richtung
- Anfangsdosis: 5 mg oral einmal täglich.
- Titration: Kann auf 10 mg oder 20 mg erhöht werden, wenn die Blutdruckreaktion nach zwei Wochen weiterhin unzureichend ist.
- Verabreichung: Täglich zur gleichen Zeit mit oder ohne Nahrung einnehmen.
- Tabletten im Ganzen schlucken; Nicht zerdrücken oder kauen.
Vorsichtsmaßnahmen
- Überwachen Sie Patienten auf Bradykardie oder Herzblock.
- Bei Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion ist Vorsicht geboten. Möglicherweise ist eine Dosisreduktion erforderlich.
- Setzen Sie die Therapie schrittweise über einen Zeitraum von 1–2 Wochen ab, um einem erneuten Auftreten von Bluthochdruck oder Angina pectoris vorzubeugen.
- Beobachten Sie Patienten mit bronchospastischer Atemwegserkrankung trotz Beta-1-Selektivität.
Kontraindikationen
- Schwere Bradykardie
- Herzblock zweiten oder dritten Grades
- Sick-Sinus-Syndrom
- Kardiogener Schock
- Dekompensierte Herzinsuffizienz
- Schwere Leberfunktionsstörung
Mögliche Nebenwirkung
- Häufig: Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel, Übelkeit, Durchfall und periphere Ödeme.
- Schwerwiegend: Schwere Bradykardie, Hypotonie, Bronchospasmus und Verschlimmerung der Symptome einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit.
Wechselwirkung mit Medikamenten
- CYP2D6-Inhibitoren (z. B. Paroxetin, Chinidin): Erhöhen die Plasmakonzentrationen von Nebivolol.
- Kalziumkanalblocker (z. B. Verapamil, Diltiazem): Additive Wirkung auf die Erregungsleitung des Herzens und den Blutdruck.
- Insulin und orale Hypoglykämiemittel: Können eine mit Hypoglykämie verbundene Tachykardie verschleiern.
Verpasste Dosis
Nehmen Sie die vergessene Dosis ein, sobald Sie es bemerken. Wenn der Zeitpunkt für die nächste geplante Dosis näher rückt, lassen Sie die vergessene Dosis aus und fahren Sie mit der regulären Dosis fort. Verdoppeln Sie nicht die Dosis.
Überdosis
Zu den Symptomen gehören Bradykardie, Hypotonie, akutes Herzversagen und Bronchospasmus. Suchen Sie sofort einen Notarzt auf, wenn die Einnahme die vorgeschriebene Menge überschreitet.
Lagerung
Bei Raumtemperatur zwischen 20 und 25 °C (68–77 °F) und vor Licht und Feuchtigkeit geschützt lagern. Von Kindern und Haustieren fernhalten.
FAQ
F: Verursacht Nebivolol eine Gewichtszunahme?
A: Gewichtszunahme ist keine häufige Nebenwirkung von Nebivolol, obwohl bei einigen Patienten Flüssigkeitsansammlungen oder Ödeme auftreten können.
F: Wie lange dauert es, bis Nebivolol den Blutdruck senkt?
A: Eine deutliche Senkung des Blutdrucks tritt typischerweise innerhalb von ein bis zwei Wochen nach regelmäßiger täglicher Verabreichung auf.
F: Kann ich die Einnahme von Nebivolol plötzlich abbrechen?
A: Nein. Ein plötzliches Absetzen kann schwere Hypertonie, Myokardischämie oder Tachykardie auslösen; Reduzieren Sie die Dosis unter ärztlicher Aufsicht.
Haftungsausschluss
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