Hydroxyharnstoff ist ein antineoplastisches Mittel zur Behandlung von chronischer myeloischer Leukämie, Sichelzellenanämie und Polyzythämie vera. Klinische Details unten.
Hydroxyharnstoff fungiert als Antimetabolit. Es hemmt die Ribonukleotidreduktase, ein Enzym, das für die DNA-Synthese wichtig ist. Durch die Erschöpfung der Desoxyribonukleotid-Pools werden Zellen in der S-Phase des Zellzyklus angehalten. Klinisch wirkt es als myelosuppressives Mittel. Die FDA hat es für die Behandlung von chronischer myeloischer Leukämie, Polyzythämie vera und Plattenepithelkarzinomen im Kopf- und Halsbereich zugelassen. Es verändert auch den Krankheitsverlauf bei Sichelzellenanämie, indem es die fetale Hämoglobinproduktion erhöht. Seine Halbwertszeit ist kurz.
Allgemeiner Gebrauch
Hydroxyharnstoff behandelt verschiedene myeloproliferative Erkrankungen. Es senkt wirksam die Thrombozytenzahl bei essentieller Thrombozythämie und die Masse roter Blutkörperchen bei Polycythaemia vera. Das Medikament induziert eine klinische Remission bei chronischer myeloischer Leukämie.
Bei der Sichelzellenanämie erhöht Hydroxyharnstoff den fetalen Hämoglobinspiegel. Dadurch wird die Häufigkeit schmerzhafter Gefäßverschlusskrisen und des akuten Thoraxsyndroms verringert. Es funktioniert hauptsächlich, indem es die DNA-Replikation in sich schnell teilenden Zellen stört.
Dosierung und Richtung
- Nehmen Sie die Kapseln oral ein. Nicht öffnen, zerdrücken oder kauen.
- Schlucken Sie das Medikament im Ganzen mit einem vollen Glas Wasser.
- Die Dosierung variiert erheblich je nach Diagnose und klinischem Blutbild.
- Die Dosis wird typischerweise anhand des Körpergewichts oder der Körperoberfläche berechnet.
- Für eine therapeutische Wirkung ist weiterhin eine konsequente tägliche Verabreichung erforderlich.
Vorsichtsmaßnahmen
- Überwachen Sie während der Therapie wöchentlich das komplette Blutbild (CBC).
- Hydroxyharnstoff verursacht eine Myelosuppression, einschließlich Leukopenie und Anämie.
- Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist eine Dosisreduktion erforderlich.
- Wenden Sie wirksame Verhütungsmittel an. Für beide Geschlechter bestehen teratogene Risiken.
- Bewerten Sie regelmäßig die Leberfunktion.
Kontraindikationen
- Schwere Knochenmarksdepression (Leukopenie oder Thrombozytopenie).
- Schwere Anämie.
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff.
- Gleichzeitige Verabreichung mit bestimmten Lebendimpfstoffen.
Mögliche Nebenwirkung
- Hämatologische:Myelosuppression, Leukopenie, Thrombozytopenie, Makrozytose.
- Magen-Darm:Stomatitis, Übelkeit, Erbrechen, Anorexie, Durchfall.
- Dermatologisch:Hyperpigmentierung, Hautatrophie, Hautgeschwüre.
- Andere:Alopezie, erhöhte Leberenzyme, Lungentoxizität, sekundäre Malignome.
Wechselwirkung mit Medikamenten
- Antiretrovirale Medikamente:Erhöhtes Risiko für Pankreatitis und Hepatotoxizität bei Kombination mit Didanosin oder Stavudin.
- Lebendimpfstoffe:Verminderte Immunantwort oder Risiko einer impfstoffinduzierten Infektion.
- Myelosuppressive Mittel:Additive Toxizität erhöht das Risiko schwerer Blutbildabfälle.
Verpasste Dosis
Nehmen Sie die Dosis ein, sobald Sie es bemerken. Überspringen Sie die vergessene Dosis, wenn es fast Zeit für die nächste geplante Dosis ist. Verdoppeln Sie nicht die Dosis, um das Versäumnis auszugleichen.
Überdosis
Zu den Symptomen gehören Schleimhautgeschwüre, Hyperpigmentierung und schwere Myelosuppression. Bei einer Überdosierung sofort einen Notarzt aufsuchen. Die unterstützende Pflege konzentriert sich auf die hämatologische Überwachung und das Symptommanagement.
Lagerung
Bei Raumtemperatur zwischen 20 und 25 °C (68–77 °F) und vor Licht und Feuchtigkeit geschützt lagern. Von Kindern und Haustieren fernhalten. Tragen Sie beim Umgang mit der Flasche Handschuhe.
FAQ
F: Wie wirkt Hydroxyharnstoff bei Sichelzellenanämie?
A: Hydroxyharnstoff erhöht die Synthese von fötalem Hämoglobin, was die Sichelbildung roter Blutkörperchen verhindert und vasookklusive Ereignisse reduziert.
F: Welche Blutuntersuchungen sind während der Einnahme von Hydroxyurea erforderlich?
A: Während der Behandlung ist eine regelmäßige Überwachung des gesamten Blutbildes, einschließlich weißer Blutkörperchen, Blutplättchen und Hämoglobin, obligatorisch.
F: Ist die Handhabung von Hydroxyharnstoff ohne Schutz sicher?
A: Nein, tragen Sie beim Umgang mit dem Medikament Handschuhe, um die Aufnahme dieses zytotoxischen Mittels durch die Haut zu verhindern.
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