Eldepryl (Selegilin) behandelt die Parkinson-Krankheit. Erfahren Sie mehr über Dosierungen, klinische Wechselwirkungen und Kontraindikationen für diesen MAO-B-Hemmer.
Eldepryl enthält Selegilin, einen selektiven, irreversiblen Inhibitor der Monoaminoxidase Typ B (MAO-B). Es verlangsamt den Abbau von Dopamin im Zentralnervensystem. Ärzte verschreiben es als Ergänzung zu Levodopa/Carbidopa für Parkinson-Patienten. Durch die Hemmung von MAO-B erhöht Selegilin den synaptischen Dopaminspiegel. Dieser Mechanismus reduziert Symptome wie Zittern, Bradykinesie und Steifheit. Es heilt die Erkrankung nicht, ermöglicht aber eine bessere motorische Kontrolle während der Dopamintherapie.
Allgemeiner Gebrauch
Ärzte verwenden Eldepryl zur Behandlung der Parkinson-Krankheit. Selegilin fungiert als Zusatztherapie zu Levodopa. Es verlängert die klinische Wirkung von Levodopa, indem es den Abbau von Dopamin im Striatum verhindert.
Über die Parkinson-Krankheit hinaus existiert Selegilin in höherer Dosierung auch als nicht-selektiver MAO-Hemmer bei depressiven Erkrankungen. In niedrigen oralen Dosen (5 mg bis 10 mg) bleibt die Selektivität für das MAO-B-Enzym erhalten. Diese Spezifität verringert das Risiko einer hypertensiven Krise im Zusammenhang mit nicht-selektiven MAO-Hemmern.
Dosierung und Richtung
- Standarddosis bei Parkinson: 10 mg täglich.
- Verabreichen Sie 5 mg zum Frühstück und 5 mg zum Mittagessen.
- Überschreiten Sie nicht 10 mg täglich, da die Selektivität für MAO-B bei höheren Dosen abnimmt.
- Mit oder ohne Essen einnehmen.
Vorsichtsmaßnahmen
- Überwachen Sie Patienten auf plötzliches Einschlafen oder orthostatische Hypotonie.
- Bei Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion ist Vorsicht geboten.
- Untersuchen Sie Patienten auf Störungen der Impulskontrolle oder psychotische Symptome.
- Patienten sollten Diäten mit hohem Tyramingehalt vermeiden, wenn sie Dosen von mehr als 10 mg täglich einnehmen.
Kontraindikationen
- Gleichzeitige Anwendung von Meperidin, Tramadol oder Methadon.
- Gleichzeitige Anwendung von SSRIs, SNRIs oder trizyklischen Antidepressiva.
- Bekannte Überempfindlichkeit gegen Selegilin.
- Phäochromozytom.
Mögliche Nebenwirkung
- Häufig: Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und Verwirrtheit.
- Schwerwiegend: Bluthochdruck, Halluzinationen, Dyskinesie oder Serotonin-Syndrom.
Wechselwirkung mit Medikamenten
- Opioide: Meperidin und Derivate können tödliche Reaktionen hervorrufen.
- Antidepressiva: SSRIs, TCAs und SNRIs erhöhen das Risiko eines Serotonin-Syndroms erheblich.
- Sympathomimetika: Kann schwere hypertensive Episoden verursachen.
Verpasste Dosis
Nehmen Sie die vergessene Dosis ein, sobald Sie es bemerken. Überspringen Sie die Dosis, wenn der nächste geplante Zeitpunkt naht. Verdoppeln Sie zum Ausgleich nicht die Dosis.
Überdosis
Zu den Symptomen einer Überdosierung gehören Unruhe, Zittern, Tachykardie und Atemnot. Suchen Sie sofort einen Notarzt auf, um unterstützende Maßnahmen zu ergreifen.
Lagerung
Bei Raumtemperatur zwischen 20 und 25 °C (68–77 °F) und vor Licht und Feuchtigkeit geschützt lagern. Von Kindern und Haustieren fernhalten.
FAQ
F: Wie wirkt Eldepryl im Gehirn?
A: Eldepryl hemmt das MAO-B-Enzym und verhindert so den Abbau von Dopamin zur Aufrechterhaltung der motorischen Funktion.
F: Kann ich Eldepryl zusammen mit anderen Antidepressiva einnehmen?
A: Nein, Eldepryl birgt in Kombination mit den meisten Antidepressiva ein hohes Risiko für ein Serotonin-Syndrom.
F: Wird Eldepryl allein oder zusammen mit anderen Medikamenten angewendet?
A: Eldepryl dient in erster Linie als Ergänzung zur Levodopa/Carbidopa-Therapie zur Behandlung der Parkinson-Krankheit.
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