Azathioprin ist ein immunsuppressives Medikament, das bei Organtransplantationen und Autoimmunerkrankungen eingesetzt wird. Greifen Sie auf sachliche Dosierungs- und Sicherheitsinformationen zu.
Azathioprin ist ein Purinanalogon, das als immunsuppressiver Antimetabolit eingesetzt wird. Es wirkt, indem es die Synthese von DNA, RNA und Proteinen hemmt und dadurch die Proliferation von T- und B-Lymphozyten unterdrückt. Ärzte verschreiben dieses Medikament, um eine Organabstoßung bei Nierentransplantationen zu verhindern und schwere rheumatoide Arthritis zu behandeln. Der aktive Metabolit 6-Mercaptopurin stört den Nukleinsäurestoffwechsel und verhindert so eine schnelle Zellteilung im Immunsystem.
Allgemeiner Gebrauch
Azathioprin unterdrückt die Immunantwort des Körpers. Es behandelt refraktäre rheumatoide Arthritis und verhindert die Abstoßung von Nieren-Homotransplantaten. Das Medikament moduliert die Aktivität der Immunzellen und reduziert so systemische Entzündungen bei chronischen Autoimmunerkrankungen.
Dosierung und Richtung
- Oral zum Essen verabreichen, um Magen-Darm-Beschwerden zu minimieren.
- Nierentransplantation: Die Anfangsdosis liegt typischerweise zwischen 3 und 5 mg/kg täglich.
- Rheumatoide Arthritis: Die Anfangsdosis beträgt etwa 1 mg/kg/Tag und wird in Abständen von 6–8 Wochen erhöht.
- Behalten Sie die niedrigste wirksame Dosis für eine Langzeittherapie bei.
Vorsichtsmaßnahmen
- Überwachen Sie das große Blutbild im ersten Monat wöchentlich, da das Risiko einer Knochenmarkssuppression besteht.
- Führen Sie regelmäßig Leberfunktionstests durch.
- Bei Patienten mit TPMT-Mangel besteht ein erhöhtes Risiko einer schweren Myelotoxizität.
- Bewerten Sie die Anfälligkeit für sekundäre Malignome, einschließlich Lymphomen und Hautkrebs.
Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegen Azathioprin oder 6-Mercaptopurin.
- Schwangerschaft, es sei denn, der potenzielle Nutzen überwiegt das Risiko.
- Schwere Leber- oder Nierenfunktionsstörung, bei der eine Dosistitration nicht möglich ist.
- Schwere Knochenmarkdepression.
Mögliche Nebenwirkung
- Hämatologisch: Leukopenie, Anämie, Thrombozytopenie, Makrozytose.
- Magen-Darm: Übelkeit, Erbrechen, Pankreatitis, Durchfall.
- Infektionen: Erhöhtes Risiko für Virus-, Pilz- oder bakterielle Infektionen.
- Hepatisch: Erhöhte Transaminasen, cholestatischer Ikterus.
Wechselwirkung mit Medikamenten
- Allopurinol: Erhöht den Azathioprin-Plasmaspiegel erheblich; erfordert eine Dosisreduktion um 75 Prozent.
- ACE-Hemmer: Kann Anämie und Leukopenie auslösen.
- Warfarin: Azathioprin kann die gerinnungshemmende Wirkung verringern.
- Impfstoffe: Eine Immunsuppression kann die Wirksamkeit von Lebendvirusimpfstoffen verringern.
Verpasste Dosis
Nehmen Sie die vergessene Dosis ein, sobald Sie es bemerken. Überspringen Sie die Dosis, wenn der nächste geplante Zeitpunkt naht. Verdoppeln Sie zum Ausgleich nicht die Dosis.
Überdosis
Zu den Symptomen gehören schwere Knochenmarkdepression, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Suchen Sie sofort einen Notarzt für eine Magenspülung und unterstützende Maßnahmen auf.
Lagerung
Bei Raumtemperatur zwischen 20 und 25 °C (68–77 °F) und vor Licht und Feuchtigkeit geschützt lagern. Von Kindern und Haustieren fernhalten.
FAQ
F: Wie lange dauert es, bis Imuran (Azathioprin) wirkt?
A: Die therapeutische Wirkung von Imuran (Azathioprin) zeigt sich typischerweise innerhalb von 6 bis 12 Wochen nach konsequenter Verabreichung.
F: Kann ich während der Einnahme von Imuran (Azathioprin) Alkohol trinken?
A: Vermeiden Sie Alkohol während der Therapie mit Imuran (Azathioprin), da dieser das Risiko von Leberschäden und gastrointestinalen Nebenwirkungen erhöhen kann.
F: Ist Imuran (Azathioprin) ein Steroid?
A: Imuran (Azathioprin) ist ein Immunsuppressivum und Antimetabolit, kein Kortikosteroid.
Haftungsausschluss
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