Kaletra (Lopinavir/Ritonavir) ist eine antiretrovirale Therapie mit fester Dosis zur Behandlung einer HIV-1-Infektion. Bestellen Sie online für ein professionelles HIV-Management.
Kaletra besteht aus zwei Proteaseinhibitoren, Lopinavir und Ritonavir. Lopinavir hemmt die HIV-1-Protease und verhindert so die Spaltung viraler gag-pol-Polyproteine. Diese Aktion führt zur Produktion unreifer, nicht infektiöser Viruspartikel. Ritonavir wirkt als pharmakokinetischer Verstärker, indem es Cytochrom P450 3A4 hemmt und dadurch die Plasmakonzentrationen von Lopinavir erhöht. Diese Kombinationstherapie reduziert die Viruslast und erhöht die CD4-Zellzahl bei Patienten mit diagnostizierter HIV-1-Infektion.
Allgemeiner Gebrauch
Kaletra fungiert als wirksame antiretrovirale Kombination zur Behandlung der HIV-1-Infektion bei Erwachsenen und pädiatrischen Patienten. Es muss in Kombination mit anderen antiretroviralen Wirkstoffen verabreicht werden, um die Virusreplikation wirksam zu unterdrücken.
Die Lopinavir-Komponente bindet spezifisch an das aktive Zentrum des HIV-Protease-Enzyms. Indem das Medikament die Reifung neu gebildeter Virionen verhindert, stoppt es effektiv die Infektion neuer Wirtszellen und senkt so die systemische Viruslast.
Dosierung und Richtung
- Mit oder ohne Essen einnehmen.
- Tabletten im Ganzen schlucken; Nicht kauen oder zerdrücken.
- Die typische Dosierung für Erwachsene beträgt 400 mg/100 mg zweimal täglich oder 800 mg/200 mg einmal täglich für therapienaive Patienten.
- Die strikte Einhaltung des vorgeschriebenen Dosierungsplans ist erforderlich, um die Entwicklung einer Arzneimittelresistenz zu verhindern.
Vorsichtsmaßnahmen
- Überwachen Sie die Leberfunktion, insbesondere bei Patienten mit vorbestehender Hepatitis B oder C.
- Untersuchen Sie die Patienten auf eine Verlängerung des PR-Intervalls oder auf Störungen der Herzleitung.
- Überwachen Sie den Blutzuckerspiegel, da Proteasehemmer Hyperglykämie oder Diabetes mellitus verursachen können.
- Bewerten Sie regelmäßig die Lipidwerte, um zu prüfen, ob Hypertriglyceridämie und Hypercholesterinämie vorliegen.
Kontraindikationen
- Gleichzeitige Anwendung mit Arzneimitteln, deren Clearance stark von CYP3A abhängt, wenn erhöhte Plasmakonzentrationen zu schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen führen.
- Überempfindlichkeit gegen Lopinavir oder Ritonavir.
- Schwere Leberfunktionsstörung.
Mögliche Nebenwirkung
- Häufig: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Asthenie.
- Stoffwechsel: Hyperlipidämie, Insulinresistenz, Lipodystrophie.
- Schwerwiegend: Pankreatitis, Hepatotoxizität, Verlängerung des QT-Intervalls, Immunrekonstitutionssyndrom.
Wechselwirkung mit Medikamenten
- Kontraindizierte Wirkstoffe: Alfuzosin, Amiodaron, Pimozid, Lurasidon, Rifampin und Johanniskraut.
- Art der Wechselwirkung: Ritonavir hemmt CYP3A4 erheblich, was zu einer erhöhten systemischen Exposition von Medikamenten führt, die durch dieses Enzym metabolisiert werden.
Verpasste Dosis
Nehmen Sie die vergessene Dosis ein, sobald Sie es bemerken. Wenn die nächste geplante Dosis unmittelbar bevorsteht, lassen Sie die vergessene Dosis aus und fahren Sie mit dem regulären Zeitplan fort. Verdoppeln Sie nicht die Dosis.
Überdosis
Zu den Symptomen können schwere Magen-Darm-Beschwerden gehören. Bei Verdacht auf eine Überdosierung sofort einen Arzt aufsuchen oder eine Giftnotrufzentrale kontaktieren.
Lagerung
Bei Raumtemperatur zwischen 20 und 25 °C (68–77 °F) und vor Licht und Feuchtigkeit geschützt lagern. Von Kindern und Haustieren fernhalten.
FAQ
F: Heilt Kaletra eine HIV-Infektion?
A: Nein, Kaletra heilt HIV nicht; es unterdrückt die Virusreplikation und verlangsamt das Fortschreiten der Krankheit.
F: Kann ich Kaletra zusammen mit anderen Medikamenten einnehmen?
A: Bei Kaletra kommt es häufig zu Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln. Daher müssen Sie Ihrem Arzt vor Beginn der Therapie eine vollständige Medikamentenliste vorlegen.
F: Was passiert, wenn ich die Einnahme von Kaletra abrupt abbreche?
A: Ein abruptes Absetzen der Therapie kann zu einem raschen Virusrückfall und der Entwicklung arzneimittelresistenter HIV-Mutationen führen.
Haftungsausschluss
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