Baclofen ist ein Skelettmuskelrelaxans zur Behandlung von Spastik. Erfahren Sie mehr über Dosierung, Nebenwirkungen und klinische Indikationen von Lioresal.
Baclofen, der Wirkstoff in Lioresal, wirkt als starkes Skelettmuskelrelaxans und antispastisches Mittel. Es wirkt hauptsächlich auf der Ebene des Rückenmarks, indem es monosynaptische und polysynaptische Reflexe hemmt. Durch die Bindung an GABA-B-Rezeptoren wird die Freisetzung erregender Neurotransmitter reduziert, wodurch Muskelhypertonus, Krämpfe und Klonus wirksam verringert werden. Ärzte verschreiben dieses Medikament zur Behandlung von Symptomen im Zusammenhang mit Multipler Sklerose, Rückenmarksverletzungen und anderen neurologischen Störungen.
Allgemeiner Gebrauch
Baclofen lindert Muskelspastik aufgrund von Multipler Sklerose, Rückenmarksläsionen oder anderen Rückenmarkserkrankungen. Es unterdrückt den Muskelhypertonus und die unwillkürlichen Krämpfe, die mit diesen Erkrankungen einhergehen.
Das Medikament fungiert als GABA-B-Rezeptor-Agonist. Es verringert die Freisetzung erregender Neurotransmitter im Rückenmark, was zu einer Hemmung der Reflexwege und einer Entspannung der Skelettmuskulatur führt.
Dosierung und Richtung
- Beginnen Sie die Therapie mit 5 mg dreimal täglich über drei Tage.
- Erhöhen Sie die Dosierung alle drei Tage um 5 mg pro Dosis, bis die optimale Reaktion eintritt.
- 80 mg täglich nicht überschreiten.
- Zu den Mahlzeiten oder mit Milch verabreichen, um Magenreizungen zu minimieren.
Vorsichtsmaßnahmen
- Überwachen Sie die Nierenfunktion genau, da Baclofen primär über die Nieren ausgeschieden wird.
- Vermeiden Sie ein abruptes Absetzen, da dies zu Halluzinationen oder Krampfanfällen führen kann.
- Untersuchen Sie Patienten auf eine Verschlimmerung bereits bestehender psychiatrischer Erkrankungen oder Epilepsie.
Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegen Baclofen.
- Patienten, die eine Spastik benötigen, um eine aufrechte Haltung oder das Gleichgewicht bei der Fortbewegung aufrechtzuerhalten.
- Zustände, bei denen Spastik den Muskeltonus für funktionelle Bewegungen aufrechterhält.
Mögliche Nebenwirkung
- Häufig: Schläfrigkeit, Schwindel, Übelkeit, Müdigkeit und Verwirrtheit.
- Schwerwiegend: Atemdepression, Halluzinationen, Krampfanfälle und schwere Hypotonie.
Wechselwirkung mit Medikamenten
- ZNS-Depressiva: Alkohol, Opioide und Benzodiazepine verstärken die Sedierung.
- Antihypertensiva: Baclofen kann das Risiko einer Hypotonie erhöhen.
- Trizyklische Antidepressiva: Kann die muskelentspannende Wirkung deutlich verstärken.
Verpasste Dosis
Nehmen Sie die vergessene Dosis ein, sobald Sie es bemerken. Lassen Sie die Dosis aus, wenn die nächste geplante Dosis nahe ist. Verdoppeln Sie nicht die Dosis, um eine vergessene Dosis auszugleichen.
Überdosis
Zu den Symptomen gehören Muskelhypotonie, Atemdepression, Koma und Bewusstlosigkeit. Bei einer Überdosierung sofort einen Notarzt aufsuchen.
Lagerung
Bei Raumtemperatur zwischen 20 und 25 °C (68–77 °F) und vor Licht und Feuchtigkeit geschützt lagern. Von Kindern und Haustieren fernhalten.
FAQ
F: Welche Erkrankungen werden mit Lioresal behandelt?
A: Lioresal behandelt Muskelspastik, die durch Multiple Sklerose oder Rückenmarksverletzungen verursacht wird.
F: Ist Lioresal eine kontrollierte Substanz?
A: Baclofen ist in den meisten Ländern keine kontrollierte Substanz.
F: Kann ich die Einnahme von Lioresal plötzlich abbrechen?
A: Nein. Ein abrupter Entzug kann schwerwiegende Nebenwirkungen, einschließlich Krampfanfälle, verursachen.
Haftungsausschluss
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