Permethrin ist ein synthetisches Pyrethroid zur Behandlung von Krätze und Läusen. Es zerstört die Nervenzellmembranen des Parasiten und führt zu Lähmungen und Tod.
Permethrin ist ein synthetisches Pyrethroid-Antiparasitikum, das topisch zur Behandlung von Befall mit Sarcoptes scabiei und Pediculus humanus capitis eingesetzt wird. Es wirkt als Neurotoxin, indem es auf die spannungsgesteuerten Natriumkanäle des Parasiten abzielt. Diese Störung führt zu einer längeren Aktivierung der Natriumkanäle, was zu einer verzögerten Repolarisation, Lähmung und schließlich zum Tod des Arthropoden führt. Das Medikament verbleibt in der Haut oder im Haar und bietet eine Restaktivität gegen verbleibende Parasiten oder frisch geschlüpfte Larven.
Allgemeiner Gebrauch
Ärzte verschreiben topisches Permethrin zur Ausrottung von Krätze (Sarcoptes scabiei) und Kopfläusen (Pediculus humanus capitis). Es funktioniert durch die Bindung an Natriumkanäle auf den Nervenzellmembranen von Parasiten.
Permethrin stört den Natriumstrom, was zu Übererregbarkeit, Membrandepolarisation und Lähmung des Parasiten führt. Die Verbindung weist aufgrund der schnellen Metabolisierung durch Esterasen in inaktive Metaboliten eine geringe Toxizität für Säugetiere auf.
Dosierung und Richtung
- Krätze: Tragen Sie die 5 %ige Creme vom Hals bis zu den Fußsohlen auf. Vor dem Abwaschen 8 bis 14 Stunden einwirken lassen.
- Kopfläuse: Tragen Sie die 1 %ige Lotion oder Creme auf sauberes, feuchtes Haar auf. Haar und Kopfhaut sättigen. 10 Minuten einwirken lassen und dann gründlich ausspülen.
- Nicht einnehmen. Kontakt mit Schleimhäuten und Augen vermeiden.
Vorsichtsmaßnahmen
- Bei Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Pyrethroide oder Chrysanthemen ist Vorsicht geboten.
- Während der Behandlung auf sekundäre bakterielle Hautinfektionen achten.
- Begrenzen Sie die Anwendung bei Säuglingen unter 2 Monaten, es sei denn, dies wird von einem Kinderarzt angeordnet.
Kontraindikationen
- Bekannte Überempfindlichkeit gegen Permethrin oder einen der Bestandteile der Formulierung.
- Vorgeschichte einer akuten allergischen Reaktion auf synthetische Pyrethroide.
Mögliche Nebenwirkung
- Dermatologisch: Pruritus, Erythem, Brennen, Stechen, Kribbeln, Taubheitsgefühl.
- Selten: Hautausschlag, Ödeme der Haut.
Wechselwirkung mit Medikamenten
Topisches Permethrin weist eine vernachlässigbare systemische Absorption auf. Bei topisch angewendetem Permethrin bestehen keine klinisch signifikanten systemischen Arzneimittelwechselwirkungen.
Verpasste Dosis
Wenden Sie die vergessene Dosis an, sobald Sie es bemerken. Wenn sich der Zeitpunkt für den nächsten Anwendungszyklus nähert, überspringen Sie die vergessene Dosis und fahren Sie mit dem Standardplan fort.
Überdosis
Eine versehentliche Einnahme kann zu Übelkeit, Erbrechen, Speichelfluss, Zittern oder Krämpfen führen. Suchen Sie sofort einen Notarzt auf. Bei kürzlich erfolgter Einnahme kann eine Magenspülung erforderlich sein.
Lagerung
Bei Raumtemperatur zwischen 20 und 25 °C (68–77 °F) und vor Licht und Feuchtigkeit geschützt lagern. Von Kindern und Haustieren fernhalten.
FAQ
F: Wie tötet Permethrin Parasiten ab?
A: Permethrin bindet an Natriumkanäle auf den Nervenmembranen von Parasiten und führt zu Lähmungen und Tod.
F: Kann ich Permethrin für mein Gesicht verwenden?
A: Vermeiden Sie es, Permethrin direkt auf Augen, Mund oder Schleimhäute aufzutragen.
F: Ist Permethrin für schwangere Patienten sicher?
A: Die Schwangerschaftskategorie B weist darauf hin, dass begrenzte Studien ein geringes Risiko zeigen, die Konsultation eines Arztes jedoch weiterhin erforderlich ist.
Haftungsausschluss
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