Ranexa (Ranolazin) ist ein Anti-Angina-Medikament zur Behandlung chronischer Angina pectoris. Erfahren Sie hier mehr über Dosierung, Wechselwirkungen und klinische Anwendung.
Ranexa mit dem Wirkstoff Ranolazin wirkt als antianginöser Wirkstoff zur chronischen Behandlung von Angina pectoris. Das Medikament übt seine therapeutische Wirkung aus, indem es den späten Natriumstrom in Herzmuskelzellen hemmt. Diese Verringerung der intrazellulären Natriumkonzentration verhindert eine Kalziumüberladung während einer Ischämie, wodurch die diastolische Entspannung des Myokards verbessert und der Sauerstoffverbrauch verringert wird. Ranexa hat keinen signifikanten Einfluss auf die Herzfrequenz oder den systemischen Blutdruck.
Allgemeiner Gebrauch
Ärzte verschreiben Ranolazin zur Behandlung chronisch stabiler Angina pectoris. Es fungiert als Zusatztherapie für Patienten, die trotz der Behandlung mit anderen Antianginalmitteln wie Betablockern, Nitraten oder Kalziumkanalblockern weiterhin Symptome zeigen. Ranolazin bietet dem Herzmuskel bei Stress einen Stoffwechselschutz.
Dosierung und Richtung
- Beginnen Sie die Therapie mit 500 mg oral zweimal täglich.
- Je nach klinischem Ansprechen zweimal täglich auf 1000 mg titrieren.
- Unabhängig von den Mahlzeiten verabreichen.
- Tabletten im Ganzen schlucken; Nicht zerdrücken, zerbrechen oder kauen.
Vorsichtsmaßnahmen
- Überwachen Sie die Verlängerung des QT-Intervalls im Elektrokardiogramm.
- Passen Sie die Dosierung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion an.
- Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion ist Vorsicht geboten.
- Untersuchen Sie ältere Patienten auf ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen.
Kontraindikationen
- Gleichzeitige Anwendung mit starken CYP3A-Inhibitoren (z. B. Ketoconazol, Clarithromycin).
- Gleichzeitige Anwendung von CYP3A-Induktoren (z. B. Rifampin, Phenytoin).
- Vorliegen einer bereits bestehenden QT-Verlängerung.
- Mäßige bis schwere Leberfunktionsstörung.
Mögliche Nebenwirkung
- Herz-Kreislauf: Schwindel, Herzklopfen, Synkope.
- Magen-Darm: Verstopfung, Übelkeit, Erbrechen.
- Neurologisch: Kopfschmerzen, Schwindel.
- Sonstiges: Tinnitus, Bauchschmerzen, Asthenie.
Wechselwirkung mit Medikamenten
- CYP3A4-Inhibitoren: Erhöhen die Ranolazin-Plasmakonzentrationen.
- CYP3A4-Induktoren: Verringern die Ranolazin-Plasmakonzentrationen.
- Digoxin: Ranolazin erhöht den Digoxinspiegel im Serum.
- Metformin: Ranolazin kann bei hohen Dosen die Metformin-Exposition erhöhen.
Verpasste Dosis
Nehmen Sie die vergessene Dosis ein, sobald Sie es bemerken. Lassen Sie die Dosis aus, wenn die nächste geplante Dosis nahe ist. Verdoppeln Sie nicht die Dosis.
Überdosis
Zu den Symptomen zählen Schwindel, Übelkeit, Erbrechen und Herzrhythmusstörungen. Bei Verdacht auf eine Überdosierung sofort einen Arzt aufsuchen.
Lagerung
Bei Raumtemperatur zwischen 20 und 25 °C (68–77 °F) und vor Licht und Feuchtigkeit geschützt lagern. Von Kindern und Haustieren fernhalten.
FAQ
F: Verursacht Ranexa eine Senkung des Blutdrucks?
A: Ranexa hat im Vergleich zu anderen Antianginika typischerweise nur minimale Auswirkungen auf den systemischen Blutdruck oder die Herzfrequenz.
F: Kann ich Ranexa mit Grapefruitsaft einnehmen?
A: Vermeiden Sie Grapefruitprodukte während der Einnahme von Ranexa, da diese CYP3A4 hemmen und den Arzneimittelspiegel im Plasma erheblich erhöhen.
F: Ist Ranexa bei akuten Brustschmerzen wirksam?
A: Nein, Ranexa ist für die chronische Behandlung stabiler Angina pectoris indiziert und behandelt keine akuten Angina pectoris-Anfälle.
Haftungsausschluss
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