Revia (Naltrexon) ist ein Opioidantagonist zur Behandlung von Alkohol- und Opioidabhängigkeit, indem er euphorische Effekte blockiert und Heißhungerattacken reduziert.
Revia enthält Naltrexonhydrochlorid, einen reinen Opioidantagonisten. Es bindet kompetitiv an Mu-Opioidrezeptoren im Zentralnervensystem. Diese Wirkung blockiert die euphorisierende Wirkung exogener Opioide und verringert die verstärkende Wirkung von Alkohol. Durch die Modulation des dopaminergen mesolimbischen Signalwegs verringert Naltrexon den Alkoholkonsum und das Verlangen bei Patienten mit Alkoholkonsumstörung. Es besitzt keine agonistischen Eigenschaften und kein Missbrauchspotenzial.
Allgemeiner Gebrauch
Ärzte verschreiben Revia zur Behandlung von Alkoholabhängigkeit und Opioidabhängigkeit. Es fungiert als pharmakologische Ergänzung zu psychosozialen Unterstützungsprogrammen. Das Medikament dämpft effektiv den Belohnungskreislauf, der durch Alkoholkonsum aktiviert wird.
Dosierung und Richtung
- Die Standarddosis bei Alkoholabhängigkeit beträgt 50 mg oral einmal täglich.
- Mit oder ohne Essen einnehmen.
- Schlucken Sie die Tablette im Ganzen. Nicht zerdrücken oder kauen.
- Um einen beschleunigten Entzug zu vermeiden, müssen die Patienten vor Beginn der Behandlung 7–10 Tage lang opioidfrei sein.
Vorsichtsmaßnahmen
- Überwachen Sie regelmäßig Leberfunktionstests; Bei hohen Dosen besteht das Risiko einer medikamenteninduzierten Hepatitis.
- Bei Patienten besteht ein erhöhtes Risiko einer Opioidüberdosierung, wenn sie versuchen, die Blockade mit hohen Opioiddosen außer Kraft zu setzen.
- Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist Vorsicht geboten.
Kontraindikationen
- Aktuelle physiologische Opioidabhängigkeit.
- Akute Opioidentzugssymptome.
- Positiver Urintest auf Opioide.
- Akute Hepatitis oder Leberversagen.
- Überempfindlichkeit gegen Naltrexon.
Mögliche Nebenwirkung
- Gemeinsam:Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Angstzustände.
- Schwer:Hepatotoxizität (Gelbsucht, dunkler Urin, starke Bauchschmerzen), Depression, Selbstmordgedanken.
Wechselwirkung mit Medikamenten
- Opioid-Analgetika:Naltrexon blockiert die therapeutische Wirkung von Opioid-Schmerzmitteln.
- Thioridazin:Mögliche erhöhte Nebenwirkungen.
- Yohimbin:Kann zu erhöhter Unruhe führen.
Verpasste Dosis
Nehmen Sie die vergessene Dosis ein, sobald Sie es bemerken. Wenn es fast Zeit für die nächste geplante Dosis ist, lassen Sie die vergessene Dosis aus. Verdoppeln Sie zum Ausgleich nicht die Dosis.
Überdosis
Zu den Symptomen zählen starke Übelkeit, Bauchkrämpfe oder Schwindel. Bei Verdacht auf eine Überdosierung sofort einen Arzt aufsuchen oder eine Giftnotrufzentrale kontaktieren.
Lagerung
Bei Raumtemperatur zwischen 20 und 25 °C (68–77 °F) und vor Licht und Feuchtigkeit geschützt lagern. Von Kindern und Haustieren fernhalten.
FAQ
F: Wie reduziert Revia das Verlangen nach Alkohol?
A: Revia blockiert Opioidrezeptoren, was die mit Alkoholkonsum verbundene Freisetzung von Dopamin verhindert und dadurch das verstärkende Belohnungsgefühl verringert.
F: Kann ich Revia einnehmen, während ich noch Opioid-Schmerzmittel verwende?
A: Nein, die Einnahme von Revia während der Einnahme von Opioiden führt zu schweren, sofortigen Entzugserscheinungen.
F: Verursacht Revia körperliche Abhängigkeit?
A: Revia ist ein nicht süchtig machender Opioidantagonist und verursacht keine physische oder psychische Abhängigkeit.
Haftungsausschluss
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