Theophyllin ist ein Methylxanthin-Bronchodilatator. Erfahren Sie mehr über klinische Indikationen, Dosierung und Nebenwirkungen dieses Medikaments zur Asthmabehandlung.
Theophyllin ist ein Methylxanthin-Bronchodilatator zur Behandlung von Asthma, chronischer Bronchitis und Emphysem. Es wirkt hauptsächlich durch die Hemmung der Phosphodiesterase-Enzyme, was zu erhöhten intrazellulären zyklischen AMP-Spiegeln führt. Diese Wirkung fördert die Entspannung der glatten Bronchialmuskulatur und die Erweiterung der Lungengefäße. Das Medikament besitzt außerdem milde entzündungshemmende Eigenschaften und sorgt für eine leichte Stimulation des Zentralnervensystems und der Herzmuskulatur, um die Atemfunktion zu verbessern.
Allgemeiner Gebrauch
Ärzte verschreiben Theophyllin als Zusatztherapie für Patienten mit chronischem Asthma, die trotz standardmäßiger inhalativer Kortikosteroide und langwirksamer Beta-Agonisten weiterhin Symptome zeigen. Es beseitigt effektiv die Obstruktion der Atemwege und reduziert Bronchospasmen, indem es die glatte Muskulatur der Bronchien entspannt und die Immunantwort in den Lungenluftwegen unterdrückt.
Dosierung und Richtung
- Oral mit oder ohne Nahrung verabreichen, aber die Konsistenz beibehalten, um Schwankungen der Serumkonzentrationen zu vermeiden.
- Schlucken Sie Retardtabletten im Ganzen; zerdrücken, kauen oder teilen Sie sie nicht.
- Die Dosierung erfordert eine Titration basierend auf den Serum-Theophyllinspiegeln, die typischerweise auf einen Bereich von 5–15 µg/ml abzielt.
- Die Dosierungsintervalle variieren je nach spezifischer Formulierung; Halten Sie sich strikt an den vorgegebenen Zeitplan.
Vorsichtsmaßnahmen
- Aufgrund der geringen therapeutischen Breite sollten die Serumkonzentrationen häufig überwacht werden.
- Passen Sie die Dosierung bei Patienten mit Leberfunktionsstörung, Herzinsuffizienz oder Virusinfektionen an.
- Bei älteren Patienten oder Patienten mit bestehenden Anfallsleiden ist Vorsicht geboten.
- Zigarettenrauchen erhöht die Theophyllin-Clearance und erfordert höhere Dosen.
Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegen Theophyllin oder andere Xanthine.
- Vorbestehende Magengeschwürerkrankung.
- Akute Gastritis.
- Vorgeschichte von Anfallsleiden.
Mögliche Nebenwirkung
- Häufig: Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und Tachykardie.
- Schwerwiegend: Herzrhythmusstörungen, Krampfanfälle, Hämatemesis und schwere Hypotonie.
Wechselwirkung mit Medikamenten
- Cimetidin, Erythromycin und Ciprofloxacin erhöhen den Theophyllin-Serumspiegel.
- Phenytoin, Carbamazepin und Rifampin senken den Theophyllin-Serumspiegel.
- Betablocker können die bronchodilatatorische Wirkung von Theophyllin antagonisieren.
Verpasste Dosis
Nehmen Sie die Dosis ein, sobald Sie es bemerken. Wenn der Zeitpunkt für die nächste geplante Dosis näher rückt, überspringen Sie die vergessene Dosis. Verdoppeln Sie nicht die Dosis.
Überdosis
Zu den Symptomen gehören anhaltendes Erbrechen, Tachykardie, Arrhythmien und Krampfanfälle. Bei Verdacht auf Toxizität sofort einen Notarzt aufsuchen.
Lagerung
Bei Raumtemperatur zwischen 20 und 25 °C (68–77 °F) und vor Licht und Feuchtigkeit geschützt lagern. Von Kindern und Haustieren fernhalten.
FAQ
F: Wie verbessert Theophyllin die Asthmasymptome?
A: Theophyllin wirkt als Bronchodilatator, indem es die glatte Muskulatur rund um die Bronchien entspannt, was den Luftstrom verbessert.
F: Warum ist eine routinemäßige Blutuntersuchung auf Theophyllin erforderlich?
A: Theophyllin hat ein enges therapeutisches Fenster, was bedeutet, dass die Blutspiegel überwacht werden müssen, um Toxizität zu vermeiden und gleichzeitig die Wirksamkeit aufrechtzuerhalten.
F: Kann ich die Einnahme von Theophyllin abrupt abbrechen?
A: Das Absetzen sollte nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, um das Risiko einer Verschlechterung der Atemwegsobstruktion zu minimieren.
Haftungsausschluss
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